Sportjournalist Sönke Fröbe von der Ostsee-Zeitung hatte Marit Scholz nach einem Vorfall am letzten Spieltag der vergangenen Saison angezeigt. Dort war die 44-Jährige mit einem dubiosen T-Shirt auf der offiziellen Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Braunschweig erschienen. Auf diesem T-Shirt war eine Buchstabenkombination zu sehen, die als schwere Beleidigung gegen den OZ-Reporter interpretiert werden konnte.
Scholz hatte damals erklärt, dass es sich bei der Buchstabenkombination um keine Botschaft oder ein Statement gehandelt habe. Auf eine aktuelle NDR-Anfrage hat Scholz geantwortet, dass sie sich nicht äußern wolle. Laut Staatsanwaltschaft Rostock habe sie über ihren Verteidiger erklärt, die Geldauflage zu erfüllen. 2500 Euro gehen an eine gemeinnützige Einrichtung in Greifswald, 2500 Euro als Wiedergutmachung an Fröbe.
Schon vor dem Vorfall im Mai 2023 hatte es immer wieder Differenzen zwischen Hansa und dem OZ-Reporter gegeben. So entzog der Verein Fröbe vor rund zwei Jahren die Dauer-Akkreditierung, weil man mehrmals mit der Berichterstattung nicht einverstanden war. Später aber erließ das Landgericht Rostock eine einstweilige Verfügung und verschaffte so dem Journalisten die Möglichkeit, weiter aus dem Ostseestadion zu berichten.
vds