Erster FKM-Jahresbericht

Geringe Diversität der Führungsgremien im deutschen Profifußball

23.09.2024

Die gemeinnützige Netzwerk-Organisation Fußball Kann Mehr hat ihren ersten Jahresbericht „Lage der Liga“ vorgelegt. Die Führungsetagen der deutschen Profiklubs haben noch reichlich Nachholbedarf in puncto Diversität.

 

Der erste FKM-Jahresbericht „Lage der Liga“ zur Diversität der Führungsgremien im deutschen Profifußball wurde unter Mitwirkung des Sportwissenschaftlers Matthias Dombrowski erstellt. Grundlage ist eine Umfrage, die an alle 36 Erst- und Zweitligisten der Saison 2023/2024 geschickt wurde. 32 Klubs haben teilgenommen. Warum sich Leverkusen, Darmstadt, Kiel und Wehen Wiesbaden nicht beteiligt haben, ist unbekannt.

28 von 32 untersuchten Profi-Klubs haben keine Frau im Top-Management, insgesamt sind lediglich sechs Positionen mit Frauen besetzt. In den Aufsichtsräten beziehungsweise Kontrollgremien finden sich bei 30 untersuchten Klubs 26 Frauen zu 194 Männern, gerade einmal zwei haben eine Frau als Vorsitzende des Gremiums (VfB Stuttgart und FC St. Pauli).

Mehr als ein Drittel der Klubs beschäftigen auf der „Direct Report“-Ebene (die direkt an die höchste Führungsebene berichtenden Mitarbeitenden) zwar zu 25 Prozent oder mehr Frauen, aber der Aufstieg ins Top-Management gelingt fast ausschließlich Männern. Internationale Biografien sind mit 4,7 Prozent noch seltener als Frauen im Management zu finden.

Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig: Laut Fußball Kann Mehr gibt es „einen deutlichen Nachholbedarf bei Diversität“. Die 2022 gegründete gemeinnützige GmbH setzt sich darüber hinaus für Geschlechtergerechtigkeit im Fußball ein. Auf der FKM-Website können Sie hier den 2024er-Jahresbericht „Lage der Liga“ kostenlos als PDF herunterladen.

vds/fkm