„Sporthilfe Juniorsportler“ 2026

Handball-Weltmeisterinnen der U20 in Köln ausgezeichnet

08.10.2026

Die U20-Weltmeisterinnen im Handball setzten sich bei der diesjährigen Wahl „Sporthilfe Juniorsportler“ durch. Feierlich geehrt wurden zudem Max Marzillier (Para Sport) und Tessa Lange (Gehörlosensport).

 

„Der Preis bedeutet uns unglaublich viel. Er steht für Wertschätzung und Anerkennung aus ganz Deutschland“, sagte Kapitänin Marleen Kern nach der Auszeichnung, die am Donnerstagabend in Köln erfolgte. Die Handball-Juniorinnen hatten im Sommer mit einem herausragenden Auftritt bei der U20-Weltmeisterschaft in China für Furore gesorgt. Nach dem Europameistertitel 2025 bestätigte das Team seine Ausnahmestellung eindrucksvoll: acht Siege aus acht Spielen, darunter Erfolge gegen mehrere internationale Top-Nationen.

Die Sportverbände hatten ihre Athlet:innen für den renommierten Nachwuchspreis nominiert. Die finale Wahl zum „Sporthilfe Juniorsportler“ 2026 erfolgte durch eine Fachjury aus Sport, Politik und Gesellschaft. Erstmalig gab es in diesem Jahr keine separate Mannschaftswertung. So konnten sich die Handball-Juniorinnen auch gegenüber Einzelsportler:innen durchsetzen. Geehrt wurden zudem Max Marzillier als Preisträger in der Kategorie Para Sport und Tessa Lange in der Kategorie Gehörlosensport (Marzillier/Lange-Fotos: dpa picture alliance für Sporthilfe).

Marzillier gewann bei der Para Leichtathletik-WM in Neu-Delhi den Titel über 400 Meter in der Startklasse T13 für Athleten mit Sehbehinderung. „Die Auszeichnung bedeutet mir unglaublich viel und ist eine tolle Wertschätzung“, sagte der 25-Jährige. Lange überzeugte bei den Deaflympics in Tokio, der größten internationalen Multisportveranstaltung für Athlet:innen mit Hörbeeinträchtigung. Die 21-jährige Leichtathletin holte insgesamt vier Medaillen. „Durch den Preis bekomme ich noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit, und das motiviert mich zusätzlich, meine Karriere weiter voranzutreiben“, erklärte Lange.

vds/dsh