Die 12. World Games im chinesischen Chengdu sind am Sonntag feierlich zu Ende gegangen. José Perurena, Präsident der International World Games Association, erklärte die Spiele der nicht-olympischen Sportarten, die am 7. August begonnen hatten, um 20.50 Uhr Ortszeit offiziell für beendet. Zuvor dankte der Spanier dem Gastgeber für eine ausgezeichnete Ausrichtung und Organisation (Foto Fahne für Gastgeber Karlsruhe 2029: Team Deutschland).
Mit rund 5000 Athlet:innen aus 114 Nationen gehen diese als größte Ausgabe in die Geschichte der World Games ein. Team Deutschland belegte mit 17-mal Gold- sowie jeweils 14-mal Silber und Bronze im Medaillenspiegel den zweiten Platz. Damit wurde das vorab ausgegebene Ziel, unter den besten drei Nationen zu landen, erreicht. Nur Gastgeber China, bei seinen Heimspielen mit dem größten Aufgebot angetreten, war besser (36/17/11).
„Wir können mit dem sportlichen Abschneiden sehr zufrieden sein und haben unsere Zielstellung erreicht“, sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB. „Unsere Sportlerinnen und Sportler haben sich nicht nur als faire Wettkämpfer, sondern sehr sympathisch, authentisch und nahbar präsentiert. Sie sind als sehr gute Botschafterinnen und Botschafter für unser Land aufgetreten“, stellte Birte Steven-Vitense, Chefin de Mission der deutschen Delegation, heraus. 2022 in Birmingham hatte Deutschland die Medaillenwertung gewonnen.
Insgesamt gingen 212 deutsche Athlet:innen in 25 der 34 Sportarten an den Start. Erfolgreichste deutsche Aktive war Rettungsschwimmerin Nina Holt, die bei all fünf Starts Gold gewann und gemeinsam mit dem spanischen Inline-Speedskater Jhoan Sebastian Guzman Bitar zur erfolgreichsten Sportlerin der 12. World Games avancierte. Bei den deutschen Männern ragte Flossenschwimmer Max Poschart mit drei Gold- und einer Silbermedaille heraus. Die erfolgreichste Mannschaftssportart stellten die deutschen Kanupolo-Teams, die bei Frauen und Männern den Titel holten.
Ein besonderer Moment der Abschlussfeier war aus deutscher Sicht die feierliche Fahnenübergabe an die nächste Gastgeberstadt: Karlsruhe richtet die 13. Ausgabe der World Games 2029 aus. Stellvertretend für die Stadt nahmen neben Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Team-D-Athlet:innen Florian Unruh (Bogenschießen) und Charlotte Schall (Ultimate Frisbee) die Fahne entgegen. Anschließend präsentierte der Karlsruher Sänger Toni Mogens den offiziellen World-Games-Themensong für die Spiele in vier Jahren.
vds/dosb