Sportjournalisten-Verein Baden-Pfalz (SBP)
Dietmar Einzmann (Foto: privat)

Ein Mannschaftsspieler ist gegangen – zum Tod von Dietmar Einzmann

Die „Rheinpfalz“ trauert um einen Mannschaftsspieler, einen ruhenden Pol: Dietmar Einzmann, seit 2012 im Ruhestand, ist drei Monate nach seinem 70. Geburtstag in Böhl-Iggelheim im Rhein-Pfalz-Kreis gestorben.

Von Horst Konzok

Über 40 Jahre stand der in Bruchsal geborene Einzmann im Dienst der „Rheinpfalz“, erst als Lokalredakteur, dann 34 Jahre bis zu seiner Pensionierung im Sportressort. Einzmann, ein Freund des englischen Humors, wusste pointiert zu schreiben, exakt zu formulieren, Ironie zwischen den Zeilen zu verpacken. Er war in vielen Sportarten ein absoluter Fachmann, der zu erklären wusste, der Einschätzungen zu treffen vermochte.

Die Sportredaktion der größten Zeitung der Pfalz trauert um einen geschätzten Kollegen, einen hoch geachteten Menschen und einen Freund, der die Nähe zu seiner Mannschaft gerade in schwerer Zeit suchte, sich in Würde verabschiedete.

Einzmann, der von den Fußball-Weltmeisterschaften 1990 und 1994 berichtete, bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona für seine Zeitung vor Ort, war viele Jahre Wegbegleiter des Karlsruher SC. In jungen Jahren Handballer, als Sportschütze aktiv und erfolgreich, wusste er sich sehr kritisch mit Doping, aber auch mit dem überdrehten Fußballgeschäft auseinanderzusetzen (Handball-Foto: GES-Sportfoto/Augenklick).

Er begleitete journalistisch den Höhenflug der Rhein-Neckar Löwen als kluger Analytiker und war viele Jahre auch der Reporter der „Rheinpfalz“ bei den Spielen der Handball-Nationalmannschaft, deren Wintermärchen 2007 er mit großer Freude und der ihm eigenen Zurückhaltung beschrieb.

Dietmar Einzmann, der Sportsmann, der Hunde- und Naturfreund, ein begeisterter Hobbygärtner, ist gegangen. Die Erinnerung an einen besonderen Menschen, einen Typen, lebt. Unser Mitgefühl gehört seiner Frau Claudia und seiner Tochter Ann-Kathrin.

04.01.2018






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