Verband Westdeutscher Sportjournalisten
VWS-Präsident Sebastian Hellmann, links, und der geehrte Helmut Vehreschild (Foto: Andreas Dach)

VWS-Mitgliederversammlung – Zusammengerauft

Anders als vor einem Jahr in Leverkusen verlief die Mitgliederversammlung des VWS harmonisch und konstruktiv. Die Satzung ist reformiert, der größte Regionalverein des VDS im Social-Media-Zeitalter angekommen.

Von Ute Maag

Das Präsidium des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten (VWS) hat zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zurückgefunden. Ein Jahr nach der denkwürdigen Mitgliederversammlung in Leverkusen, die ungeahnten internen Zwist offengelegt hatte, präsentierte sich das Führungsgremium nun zur Mitte seiner Amtszeit (Wahlen folgen turnusgemäß 2020) als Team, das sich offenkundig zusammengerauft und die anstehenden Aufgaben angepackt hat.

„Die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr hätte so nicht laufen dürfen, und so etwas wird auch nicht mehr passieren“, verkündete VWS-Präsident Sebastian Hellmann gleich zu Beginn der Jahrestagung in der VIP-Lounge der innogy Sporthalle in Mülheim an der Ruhr. Er sprach auch für seine vier Mitstreiter auf dem Podium, als er den 39 anwesenden Mitgliedern aus dem größten VDS-Regionalverein versprach: „An erster Stelle steht für uns, dass wir den VWS im Team zukunftsfähig machen und für die Mitglieder da sein wollen.“

Beisitzerin Dr. Claudia Pauli, freie Journalistin und Pressesprecherin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV), hatte für die Versammlung die Sporthalle im Rahmen der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland organisiert (Pauli-Foto: Hans-Joachim Lange). Während auf den Spielfeldern die Weltelite um das Weiterkommen bei den Yonex German Open kämpfte, diskutierten die Sportjournalisten im vollverglasten VIP-Bereich eine Etage höher in einer weitgehend harmonischen Sitzung.

Diskutiert wurde zum Beispiel darüber, wie man den VWS voranbringen könne – auch angesichts dramatischer Einschnitte in der nordrhein-westfälischen Medienlandschaft, die Heinz-Gerhard Lützenberger, Betriebsrat bei der Funke-Mediengruppe, Sportredakteur der Westfalenpost Ennepe-Süd und VWS-Ehrenrat, mit eindringlichen Worten zu Stellenabbau und Standortschließungen schilderte: „Als Betriebsrat komme ich mir manchmal vor wie ein Tatortreiniger.“

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurde Helmut Vehreschild für mehr als 25-jährige berufliche Tätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel des VDS ausgezeichnet. Vehreschild arbeitet seit Jahrzehnten als Sportredakteur bei der Rheinischen Post in Kleve. Die aus dem Jahr 1993 stammende VWS-Satzung wurde in etlichen Punkten reformiert. Bei einer Gegenstimme wurden die Änderungen beschlossen, die Abweichungen von den (bindenden) Bestimmungen des Dachverbands VDS beseitigten.

Seminar zum Thema Doping in Vorbereitung

Vizepräsident Johannes Krause kündigte weitere kulturelle Veranstaltungen an, nachdem das Trommelshow-Event mit der japanischen Gruppe Yamato in der Kölner Philharmonie im vergangenen Sommer gut besucht war. Auch ein Seminar zum Thema Doping in Zusammenarbeit mit dem ARD-Experten Hajo Seppelt und dem Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln ist in Vorbereitung.

Den Beifall der Mitglieder fand auch die Social-Media-Offensive, die das VWS-Präsidium, unterstützt vom freien Journalisten und langjährigen SID-Kollegen Ulf Zimmermann, gestartet hat. Die Facebookseite ging pünktlich zur Mitgliederversammlung online, auch die Plattformen Twitter und Instagram werden künftig bespielt. „Wir wollen so den Dialog mit den Mitgliedern intensivieren“, begründete Hellmann. Zimmermann versprach außerdem „eigene Duftmarken in Form von guten Geschichten und Interviews“. Die erste setzte er gleich durch ein Interview mit Detlef Poste.

Der Chef-Bundestrainer des DBV stellte sich im Anschluss an die Sitzung gemeinsam mit DBV-Präsident Thomas Born auch den Fragen von Claudia Pauli und den VWS-Mitgliedern und gab Einblicke in seinen „Profisport unter amateurhaften Rahmenbedingungen“, ehe Marcus Busch, Leistungssportkoordinator des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, eine kleine Runde Interessierter noch durch das Deutsche Badminton-Zentrum mit Jugendinternat und Trainingsanlagen führte.

Weitere Fotos sehen Sie auf den Facebookseiten des VWS und des VDS.

02.03.2019






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