sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Susanne Fetter (Foto: privat)

VOS-Vorsitzende Susanne Fetter – „Bassd scho!“

Im Verein Osnabrücker Sportpresse ist sie die neue Vorsitzende, bei der Neuen Osnabrücker Zeitung die stellvertretende Ressortleiterin. Auch sonst läuft es bei der Fränkin Susanne Fetter im Sport. Das hätte ihr ehemaliger Physiklehrer wohl nicht gedacht.

Susanne Fetter, 39, wurde in Bamberg geboren und arbeitete während ihres Studiums (Geschichte und Germanistik) für den Fränkischen Tag. 2006 begann die ehemalige Zweitliga-Basketballerin ein Volontariat bei der Neuen Osnabrücker Zeitung. Seit 2007 arbeitet sie in der Sportredaktion, seit 2015 als stellvertretende Ressortleiterin. Im Mai wurde sie zur Vorsitzenden des Vereins Osnabrücker Sportpresse gewählt.

sportjournalist: Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Susanne Fetter: In der Heißmangel meiner Oma arbeiten – allerdings nur an der Kasse. Ich war sicher, dass nur ich sie öffnen kann.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Fetter: Sport und Geschichte.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Fetter: Am ersten Tag meines Praktikums beim Fränkischen Tag fuhr ein Laster gegen das Redaktionsgebäude – ich durfte den Bildtext dazu machen. Schon damals zeigte sich: Ich ziehe kleinere Katastrophen magisch an.

sj: Welchen Beruf haben Vater und Mutter ausgeübt?

Fetter: Vater Sonderschullehrer, Mutter Kinderpflegerin, später Inhaberin einer Gardinenspannerei und eines Patents.

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Fetter: kicker, FAZ, Sportschau und Sportstudio.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Fetter: Ich lerne von jedem Kollegen unserer Sportredaktion jeden Tag – fachlich und menschlich, das beste Team der Welt.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Fetter: Basketball, Fußball, Doping, Sportpolitik – und schöne Geschichten, die einem abseits großer Arenen begegnen.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Fetter: Dirk Nowitzki beim Zocken auf dem Freiplatz mehrfach im Eins-gegen-Eins einen eingeschenkt (im Alter von 14 Jahren). Im gleichen Jahr deutsche Meisterin mit der Bayern-Auswahl. Danach haben sich unsere Karrieren leicht unterschiedlich entwickelt (Nowitzki-Foto: sampics Photographie/Augenklick).

sj: Welche Begabung hätten Sie gern?

Fetter: Reisen zu können, ohne dass mir schlecht wird.

sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Fetter: Freundschaften pflegen / Pflanzen pflegen

sj: Haben Sie ein Hobby?

Fetter: Gute Musik und gutes Essen am liebsten mit guten Freunden.

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Fetter: FIFA-Präsidentin und dann da einmal richtig aufräumen.

sj: Was (oder wer) motiviert Sie?

Fetter: Meine Kollegen, die auch nach zum Teil 40 Jahren in diesem Job immer noch dafür brennen.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Fetter: Schöne Abende mit Rotwein und Freunden.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Fetter: Auf mein Lieblingslaster.

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Fetter: Meinem Physiklehrer aus der zehnten Klasse keine Karte geschrieben zu haben mit der Antwort auf seine Frage: „Meinen Sie, dass Sie mit Sport mal Geld verdienen?“

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Fetter: Meinen Eltern dafür, dass sie mich immer in allen Entscheidungen unterstützen. Meinem Nachhilfelehrer Peter, der mich in der zehnten Klasse in Mathe und Physik von fünf auf eins gebracht hat. Und Harald Pistorius, weil er mich, zwei Tage nachdem ich im Volontariat in die Politikredaktion gewechselt bin, anrief und sagte: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht: Es gibt im Sport eine Stelle, aber Du hättest dann mich als Chef.

sj: Was ist fu?r Sie ein perfekter Tag?

Fetter: Hauptsache er beginnt mit ausschlafen.

sj: Woran glauben Sie?

Fetter: Dass der 1. FC Nürnberg irgendwann wieder aufsteigt (Foto: Raphael Schäfer: sampics Photographie/Augenklick).

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Fetter: Eine Reise um die Welt – am besten mit meiner neuen Begabung (siehe oben).

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?

Fetter: Eine fränkische – Bassd scho!

Dieser Artikel stammt aus der Ausgabe Juni/Juli 2017 des sportjournalist, die direkt beim Meyer & Meyer Verlag bestellt werden kann. Mitglieder des VDS können sich das Heft als PDF im Mitgliederbereich kostenlos herunterladen.

29.06.2017






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