sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Himalaya (Foto: Fotoagentur Kunz/Augenklick)

Discovery-Manager Gernot Bauer – „Ich möchte einen Achttausender ersteigen“

Gernot Bauer ist schon viel herumgekommen. Kein Zufall: Der Head of Sports von Discoverys Deutschland-Zentrale in München hat starkes Reisefieber. Seinen großen Traum möchte er sich auf dem Himalaya-Gipfel Makalu erfüllen.

Als gebürtiger Bayer lebt Gernot Bauer nach fast einer Dekade in Paris mittlerweile wieder in München. Seit März 2017 verantwortet der 41-Jährige sämtliche Sport-Produktionen der Discovery-Gruppe und von Eurosport in Deutschland. Besonders im Fokus: Fußball-Bundesliga und Olympia. Der langjährige Eurosport-Mitarbeiter startete seine Karriere 1996 beim DSF und dem Lokalfenster von RTL.
 
sportjournalist: Gernot Bauer, was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Gernot Bauer: Kameramann und Astronaut.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Bauer: Geschichte und Deutsch.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Bauer: Ein Interview mit Jürgen Röber, damals VfB Stuttgart, für meine Schülerzeitung (Röber-Foto: firo sportphoto/Augenklick). Nach dem zwei Stunden langen Gespräch hat er mich spontan zum Essen mit der Mannschaft eingeladen. Danach saßen wir noch eine Stunde auf seinem Zimmer. Der Artikel war dann eine Lobeshymne und nicht neutral. Damals wurde mir klar: Ein anderer Job kommt für mich nicht in Frage.

sj: Welchen Beruf haben Vater und Mutter ausgeübt?

Bauer: Lehrer/in.

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Bauer: Nein, stilistisch aber die „ESPN 30 for 30”­-Serie. Tolle Porträts.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Bauer:  Die ersten Schritte bei Premiere mit „GP“ Ploog und Michael Pfad waren prägend. Heute empfinde ich meine Online­-Jahre als beste Schule. Am besten lernt man durchs Machen. Bei DSF SportsWorld konnten wir uns damals richtig austoben.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Bauer: Als Reporter über die Rallye Dakar. Ich bin heute noch fasziniert von diesem Event. Eines der letzten Abenteuer, die unser Job bietet, zwei Wochen Zelt in der Wüste – es gibt nichts Schöneres.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Bauer: Snowboard: BS 540° in der Halfpipe mit Grab.

sj: Welche Begabung hätten Sie gern?

Bauer: Malen/Zeichnen.

sj: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Bauer: Geduld/Steaks.

sj: Haben Sie ein Hobby?

Bauer: Surfen.

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Bauer: Das Weltsignal für die Tour de France/Rallye Dakar mit entsprechendem Budget zu produzieren.

sj: Was (oder wer) motiviert Sie?

Bauer: Die Emotion, die Sport bei mir auslöst.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Bauer: Meine Frau sagt: Meine Begeisterungsfähigkeit. Ich: mein Reisefieber.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Bauer: Tagträume. Ohne sie wird das Leben langweilig.

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Bauer: Einmal? Sogar mehrmals. Aber Schwamm drüber.

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Bauer: Michael Pfad, Dieter Nickles und Jürgen Röber, dass Sie einem Schüler damals Zeit widmeten und Türen öffneten.

sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Bauer: Mit der Familie, auf einem Berg, ohne Telefon und E­-Mail.

sj: Woran glauben Sie?

Bauer: An das Gute im Menschen.

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Bauer: Einen Achttausender (Makalu) ersteigen.

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben??

Bauer: Bauer fand Frau.
 
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21.07.2018






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