sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“
Ein Teller Nudeln: Sportlernahrung und auch sonst lecker (Foto: firo/Augenklick)

VDS-Preisträger Lars Spannagel – „Mit der Nudel zum Rekord“

Basketball ist seine große Leidenschaft. Lars Spannagel mag jedoch vor allem Themen, die ihn überraschen. Nur mit dem Müßiggang übertreibt er es zuweilen ein wenig.

Lars Spannagel, 37, ist geboren und aufgewachsen in Berlin, verheiratet, Vater einer vierjährigen Tochter. Er studierte Politikwissenschaft und Nordamerikastudien in Berlin, Potsdam und New York, besuchte danach die Deutsche Journalistenschule in München (44. Kompaktklasse). Nach diversen Praktika 2007 Pauschalist bei sueddeutsche.de im Sport. 2008 Rückkehr nach Berlin zum Tagesspiegel, zunächst als Pauschalist, seit 2012 Sportredakteur. Mit „Federführung“ belegte er vergangenes Mal Platz 2 beim „Großen VDS-Preis Reportage“.

sportjournalist: Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Lars Spannagel: Erst Tierforscher, später Sportjournalist.

sj: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Spannagel: Englisch und Sport.

sj: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Spannagel: Reportage aus einer Pizzeria in Falkensee, die die längste Nudel des Havellands hergestellt hatte. Überschrift: „Mit der Nudel zum Rekord“.

sj: Welchen Beruf haben Vater und Mutter ausgeübt?

Spannagel: Wirtschaftsforscher / Fremdsprachensekretärin.

sj: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Spannagel: Nein.

sj: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Spannagel: Geprägt hat mich die Zeit an der DJS. Eigentlich vergeht aber auch heute kein Tag, ohne dass ich bei der Arbeit einen interessanten Gedanken, eine kluge Frage oder einen guten Witz mitnehme.

sj: Worüber berichten Sie besonders gern?

Spannagel: Basketball. Und über Menschen und Dinge, von denen ich zunächst wenig Ahnung habe und die mich überraschen. Die Curling-EM 2007 in Füssen war viel spannender und unterhaltsamer, als ich es mir je vorstellen konnte.

sj: Ihre größte sportliche Leistung?

Spannagel: Seit 1992 in jeder Basketballsaison mindestens ein Pflichtspiel absolviert zu haben. Trotz Verletzungen, Studium, Arbeit, Umzügen und Familie.

sj: Welche Begabung hätten Sie gern?

Spannagel: Ich würde gerne nebenbei noch zwei bis drei Fremdsprachen aufschnappen.

sj: Ihre persönliche Stärke / Schwäche?

Spannagel: Humor; kein dickes Fell.

sj: Haben Sie ein Hobby?

Spannagel: Immer noch und immer wieder: Basketball.

sj: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Spannagel: Kolumnist. Oder Kinderbuchautor. Oder doch: Sportredakteur.

sj: Was oder wer motiviert Sie?

Spannagel: Teamwork. Und Deadlines.

sj: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Spannagel: Müßiggang.

sj: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Spannagel: Spaß an dem, was ich tue.

sj: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Spannagel: Noch keine wichtige.

sj: Wem sind Sie ewig dankbar?

Spannagel: Meiner Frau und meiner Tochter, die mir bislang die Arbeitszeiten im Sportjournalismus nachsehen.

sj: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Spannagel: Am Strand, mit meiner Familie.

sj: Woran glauben Sie?

Spannagel: Dass man sich treu bleiben muss.

sj: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Spannagel: Ich bin glücklich im Hier und Jetzt.

sj: Welche Überschrift würden Sie Ihrem?Leben geben?

Spannagel: Keine Ahnung. „Mit der Nudel zum Rekord“ habe ich ja leider schon verballert.

20.12.2015






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