Sein 90. Geburtstag
VDS-Präsident Erich Laaser und Ehrenpräsident Günter „Micky“ Weise bei einer Veranstaltung des Vereins der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg, dem beide angehören (Foto: Regina Hoffmann-Schon)

Weggefährten gratulieren Günter „Micky“ Weise

Dass der Silvestertag nicht der ideale Geburtstag ist, daran hat Günter Weise sich gewöhnt. Auch seinen 90. wird der VDS-Ehrenpräsident, den alle nur „Micky“ nennen, einige Tage später feiern. Am 10. Januar genau genommen, beim Brunch mit Freunden und Weggefährten in seiner Heimatstadt Berlin. Drei von ihnen gratulieren ihm hier.

Von Erich Laaser, Horst Bläsig und Wolfgang Hartwig

Charmant, kritisch, geistreich
Beim „90. Geburtstag“ habe ich immer an „Dinner for One“ gedacht. Und jetzt ist Micky Weise 90 Jahre alt, und es wird eine echte Party geben, kein Stolpern übers Tigerfell, kein „Cheerio, Miss Sophie!“ Günter Weise, seit Urzeiten von allen, die ihn kennen, nur „Micky“ gerufen, ist ein Berliner Original. Seine Zeit als Sportchef der Berliner Morgenpost habe ich schon nicht mehr erlebt, ich kenne und schätze ihn als Ehrenpräsidenten des VDS.

Micky (Foto: Regina Hoffmann-Schon) ist charmant, kritisch, geistreich, ein brillanter Redner. Seine Vorträge sind humorvoll und lehrreich, er geht mit der Zeit und ist immer bestens  informiert. Wenn es seine Gesundheit zulässt, steht er dem VDS-Präsidium mit Rat und Tat zur Seite, unaufdringlich, nicht besserwisserisch, sondern hilfsbereit, ein Mann der klaren Worte. Dafür schätzen wir ihn! Cheerio Micky!

Erich Laaser
(VDS-Präsident)


Plaudereien seit 60 Jahren
Lieber Micky, lange musste ich im Archiv stöbern, um Deine erste „Plauderei am Rande“ in der Fußball-Woche zu entdecken. Es muss im Frühjahr 1955 gewesen sein, als Du erstmals Deine wöchentliche Kolumne für unser Fachblatt an der Schreibmaschine verfasst hast. Mehr als 60 Jahre ist das her. 29 warst Du damals, nun bist Du 90 geworden. Und schreibst die „Plauderei“ noch immer – mit sorgsamer Wortwahl, bei Bedarf auch mit einem Schuss feiner Ironie und stets mit einem Urteilsvermögen, das wir alle schätzen. Die FuWo ist für Dich als Berliner eine Herzenssache. Das spüren wir bis heute. Gern erinnern wir uns an die legendären „Würstchenrunden“ mit alten Weggefährten und Freunden wie Lutte und Rudi Rosenzweig mittwochs in der früheren Redaktion in Steglitz. Und wir freuen uns, wenn Du ab und zu noch den weiten Weg zu unseren heutigen Räumen in Kauf nimmst, um Dich mit uns auszutauschen – und dabei eine Runde Würstchen zu spendieren. Bleibe uns noch lange erhalten. Auch in geselliger Runde bei einem guten Wein oder einem Obstler. Alles Gute für Dein neues Lebensjahrzehnt!

Horst Bläsig
(Chefredakteur der Fußball-Woche, im Namen der gesamten Redaktion)


Ein echter Ehrenpräsident
Welch schönes Geschenk für Micky Weise zum 90. Geburtstag: „Seine“ Hertha, zu der er manchmal noch pilgert, auf Platz 3! Das erinnert Weise (Foto: Regina Hoffmann-Schon), der zu Anfang mal Unioner war, an herrlichste Zeiten. 1975: Hertha Zweiter hinter Köln, 1978 Dritter. Doch welche Täler kamen danach für den Zeitzeugen! All das bewegte uns beide 1986 als Autoren des Buches „100 Jahre Fußball in Berlin“. West und Ost flossen da zusammen. Wie in unserem Verband. Dass Vorbehalte, Berührungsängste oder Misstrauen in der Vereinigung sehr schnell überwunden wurden, zählt auch mit zu Weises Verdiensten. Eben ein echter Ehrenpräsident. Wegen dieser Gemeinsamkeiten fand unser Buch auch ehrliche Anerkennung. Im Tennis, bei den Teams „über 70“, ging es weiter mit uns, er bei der SG Siemensstadt, ich bei Grün-Gold Pankow. Bis weit in unsere 80 hinein hielten wir durch. Micky, ich drück uns alle Daumen!

Wolfgang Hartwig
(ehemaliger Sportchef der Berliner Zeitung, Kollege und Tennisfreund)

31.12.2015






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