70. SdJ-Gala in Baden-Baden
Geehrte Aktive Kira Walkenhorst, Laura Ludwig, Angelique Kerber und Fabian Hambüchen (Mitte von links nach rechts) und VDS-Präsident Erich Laaser (links) und VDS-Vizepräsident Hans-Joachim Zwingmann (Foto: Foto-Presseagentur Klaus Schultes)

Würdige Sieger

Angelique Kerber, Fabian Hambüchen und die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewinnen die 70. Wahl zum Sportler des Jahres. Es sind verdiente Sieger. Alle musste viele Rückschläge hinnehmen, bis sie triumphierten.

Von Ute Maag

Fabian Hambüchen durfte gleich zweimal auf die Bühne. Zunächst mit fast 50 weiteren früheren Siegern aus 70 Jahren „Sportler des Jahres“ wie Marika Kilius, den Epple-Schwestern oder Guido Kratschmer, und dann noch einmal zu seiner zweiten Auszeichnung nach 2007.

Die geriet fast zu einer Ehrung für ein Lebenswerk. So emotional inszenierte das ZDF, das wie immer aus dem Benazet-Saal im Baden-Badener Kurhaus übertrug, den Rückblick in Bildern auf die nun zu Ende gegangene internationale Karriere des Turners. Hambüchen hatte ja ganz zum Schluss in Rio doch noch die ersehnte olympische Goldmedaille am Reck gewonnen (Fotos: GES-Sportfoto/Augenklick).

Da war der kleine Seitenhieb von Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein durchaus auflockernd. „Ganz schön putzig“ habe Hambüchen 2007 noch ausgesehen, hielt sie ihm kichernd vor. Der nahm es gelassen und freute sich aufrichtig über die Glückwünsche von Triathlet Jan Frodeno und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, die in der Wahl der Journalisten des VDS mit deutlichem Abstand hinter ihm landeten. „Ich hätte nie erwartet, dass ich nach all den Verletzungen noch mal so ein Jahr raushaue“, verriet Fabian Hambüchen später bei der Pressekonferenz. 

Rückblicke und Rückschläge

Auch Angelique Kerber, mit großer Mehrheit zur Sportlerin des Jahres gewählt, und die beiden Olympiasiegerinnen im Beachvolleyball und Mannschaft des Jahres, Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, machten in ihren persönlichen Rückblicken deutlich, dass es gerade die Rückschläge gewesen seien, die sie am Ende noch stärker gemacht hätten.

Ludwig, frisch operiert und mit schwarzer Armschlinge zum langen schwarzen Kleid erschienen, zog sich bald nach dem offiziellen Teil zurück. Doch ihre Partnerin feierte, in lila Sneakers zum kleinen Schwarzen, ausgiebig weiter – mit den zahlreich erschienenen Handball-Nationalspielern.

Die landeten nach ihrem überraschenden Europameistertitel und Olympia-Bronze auf Platz zwei der Mannschaftswertung. Dass sie wie fast in jedem Jahr zu den letzten Gästen gehörten, die das Kurhaus verließen, muss nicht erwähnt werden.
 
Ergebnisse Sportlerin des Jahres
1. Angelique Kerber (Tennis) 4664 Punkte
2. Laura Dahlmeier (Biathlon) 1940
3. Kristina Vogel (Radsport) 1845
4. Isabell Werth (Dressurreiten) 1460
5. Barbara Engleder (Gewehrschießen) 809
6. Natalie Geisenberger (Rodeln) 602
7. Gesa Felicitas Krause (Leichtathletik) 567
8. Vanessa Low (Para-Leichtathletik) 517
9. Lisa Unruh (Bogenschießen) 419
10. Sophie Scheder (Turnen) 418

Ergebnisse Sportler des Jahres
1. Fabian Hambüchen (Turnen) 3695 Punkte
2. Jan Frodeno (Triathlon) 2410
3. Nico Rosberg (Motorsport) 1487
4. Sebastian Brendel (Kanu) 1373
5. Michael Jung (Vielseitigkeitsreiten) 875
6. Andreas Toba (Turnen) 870
7. Eric Frenzel (Nordische Kombination) 746
8. Thomas Röhler (Speerwurf) 606
9. Severin Freund (Skispringen) 528
10. Markus Rehm (Para-Leichtathletik) 410

Ergebnisse Mannschaft des Jahres
1. Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Beachvolleyball) 3898 Punkte
2. Handball-Nationalmannschaft Männer (Handball) 3123
3. Fußball-Nationalmannschaft Frauen (Fußball) 2272
4. U23-Fußball-Nationalmannschaft Männer (Fußball) 1155
5. Dressur-Equipe (Reiten) 777
6. Doppelvierer Männer (Rudern) 489
7. Doppelvierer Frauen (Rudern) 387
8. 4 x 100 Meter Para-Staffel Männer (Para-Leichtathletik) 384
9. Kajakvierer Männer (Kanu) 382
10. Deutschland-Achter (Rudern) 265

19.12.2016






« zurück
Magazin sportjournalist
Die aktuelle Ausgabe:
April/Mai 2020

Titelthema

Ausgezeichnet! Die Gewinnerinnen und Gewinner der VDS-Berufswettbewerbe

Medien
Spiel mit der Macht – Pressefreiheit ist in vielen Ländern auch für Sportjournalistinnen und Sportjournalisten ein Fremdwort
Von Ronny Blaschke

Kolumnen
Erich Laaser, Andreas Hardt und Gregor Derichs über Sportjournalismus in Krisenzeiten

Weitere Informationen
Regionalvereine