Fußballer*in und Trainer des Jahres
Pernille Harder (Foto: Ralf Ibing/Pool/firo sportphoto/Augenklick)

Harder, Lewandowski und Flick gewinnen

Bei der vom kicker unter den Mitgliedern des Verbandes Deutscher Sportjournalisten durchgeführten Wahl zur Fußballerin des Jahres setzte sich Pernille Harder durch. Grund zur Freude hatten auch Robert Lewandowski (Fußballer des Jahres) und Hans-Dieter Flick (Trainer des Jahres).

Auf Pernille Harder entfielen 212 Stimmen. Hinter der Bundesliga-Torschützenkönigin des VfL Wolfsburg landeten deren Teamkollegin Alexandra Popp mit 76 Stimmen. Dzsenifer Marozsán von Olympique Lyon, die zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatte, kam auf 36 Stimmen und wurde Dritte.

„Eine besondere Ehre ist dieser Auszeichnung auch deshalb, weil sie zum ersten Mal eine ausländische Spielerin erhält“, sagte Harder.

Die 27-Jährige, die schon die von NFV und VNS durchgeführte Wahl zum Fußballer des Jahres in Niedersachsen gewonnen hatte, wird ab kommender Saison für den FC Chelsea spielen (Lewandowski-Foto: Peter Schatz/Pool/GES-Sportfoto/Augenklick).

Robert Lewandowski wurde hierzulande ebenfalls erstmals Fußballer des Jahres. Es gab vor dem Bayern-Stürmer allerdings schon einige ausländische Sieger, zuletzt 2015 Kevin De Bruyne. Der Belgier spielte damals beim VfL Wolfsburg, inzwischen ist er für Manchester City aktiv.

Der aus Polen stammende Lewandowski, der Marco Reus (Borussia Dortmund) ablöst, kam auf 276 Stimmen. Seine Bayern-Mitspieler Thomas Müller (54 Stimmen) und Joshua Kimmich (49) folgen hinter dem 32-jährigen Bundesliga-Torschützenkönig.

Bei den Trainern gewann Hans-Dieter Flick, der mit den Bayern das Triple geholt hatte. Der 55-Jährige erhielt 223 Stimmen und ist Nachfolger von Jürgen Klopp.

Der Coach des FC Liverpool wurde mit 164 Stimmen Zweiter. Rang drei sicherte sich Freiburgs Christian Streich mit 40 Stimmen (Flick-Foto: Frank Hörmann/Sven Simon/Pool/sampics Photographie/Augenklick).

Die Wahl zum Fußballer des Jahres führt der kicker seit 1960 durch. Erster Gewinner war der damals erst 20-jährige Uwe Seeler (Hamburger SV). Die Auszeichnung für die Frauen wird seit 1996 vergeben. 2002 kam auch noch der Trainer des Jahres hinzu.

Stimmberechtigt sind alle Mitglieder des VDS. Zur Wahl stehen Spieler*innen und Trainer*innen, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder bei einem deutschen Klub beschäftigt sind.

cleg/kicker

30.08.2020






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