Bilanz des 41. Forum Nordicum
Neue Website des Forum Nordicum (Foto: Screenshot)

Physisch ausgefallen, digital am Start

In Oberstdorf sollte das 41. Forum Nordicum stattfinden. Es wurde leider nichts daraus. Doch die Organisatoren ließen sich nicht verdrießen und legten digital richtig los. Das Eregbnis kann sich sehen lassen.

Von Thorsten vom Wege

Die Enttäuschung bei allen Beteiligten war spürbar, als sich abzeichnete, dass das 41. Forum Nordicum, für Mitte November in Oberstdorf/Allgäu geplant und schon bis ins Detail vorbereitet, der Corona-Pandemie zum Opfer fallen muss.

Schließlich hatten die Gastgeber im Austragungsort der Nordischen Ski-WM 2021 und die Forum-Organisatoren monatelang Zeit, Geld und Mühe investiert, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch dieses Jahr informative und unterhaltsame Forum-Tage bieten zu können (Logo: Forum Nordicum).

Die Weltverbände FIS und IBU hatten für die Traditionsveranstaltung der Fachjournalistinnen und Fachjournalisten für Biathlon und Nordischen Skisport zugesagt. Auch wollten zahlreiche WM- und Weltcupgastgeber, nationale Verbände und viele weitere Partner Neues und Wissenswertes präsentieren.

Unfreiwillige Pause nach 40 Jahren Kontinuität

Doch die Veranstaltung, die in der Vergangenheit politische Umbrüche, Generationswechsel bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie auch wirtschaftliche Schwierigkeiten immer gemeistert hatte, konnte sich letztlich den aktuellen Gegebenheiten nicht entziehen. Und so musste das Forum Nordicum nach 40 Jahren Kontinuität eine unfreiwillige Pause einlegen.

Die zu füllen, das Forum damit am Leben zu erhalten und gleichzeitig neue Wege der Kommunikation zu beschreiten – das war die kurzfristige Aufgabe, der sich das Forum-Organisationsteam nun verschrieben hatte. Und so erfuhr die (in Ehren ergraute) Website des Treffens binnen kürzester Zeit eine Frischzellenkur, wurde der Facebook-Auftritt aktualisiert. Inzwischen gibt es einen eigenen YouTube-Channel, und auch auf Twitter und Instagram ist das Forum Nordicum mittlerweile zu finden (vom-Wege-Foto: Sports Media Austria).

Doch damit nicht genug. Um die leeren Hüllen mit Inhalt zu füllen, gab es während der Tage, an denen das Treffen der Journalistinnen und Journalisten – es wäre in diesem Herbst Corona-bedingt ohnehin auf 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gedeckelt gewesen – Interviews mit Vertretern von FIS, IBU, mit Sportlerinnen und Sportlern, Funktionärinnen und Funktionären sowie Expertinnen und Experten.

Ein Stück Normalität in einer außergewöhnlichen Zeit

Auch die Preise für herausragende Leistungen der vergangenen Saison wurden wieder vergeben – ein Stück Normalität in einer außergewöhnlichen Zeit. Garniert wird das Ganze inzwischen mit kleinen Ein- und Ausblicken in und auf die Höhepunkte der Saison, von der wohl alle Beteiligten hoffen, dass sie so normal als irgend möglich verlaufen möge. Eines jedoch hat der Schritt ins digitale Zeitalter gezeigt: Ein echtes Forum Nordicum ist durch nichts zu ersetzen.

Ins Leben gerufen wurde das Forum Nordicum, die Interessengemeinschaft Nordischer Skijournalisten, 1980 an einem regnerischen und daher wettkampffreien Tag am Holmenkollen in Oslo. Gründer waren ZDF-Altmeister Bruno Moravetz („Wo ist Behle?“), der Freiburger Freelancer Werner Kirchhofer, der als Erfinder des Langlauf-Weltcups gilt, und der Wiener Ski-Charmeur Willy Ahstl. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Thorsten vom Wege (E-Mail: forum-nordicum@vomwege.com oder mobil 0151 / 14 73 08 22).

27.11.2020






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