Deutsche Sporthilfe
Eberhard Gienger (Foto: GES-Sportfoto/Oliver Hurst/augenklick)

Eberhard Gienger erhält die „Goldene Sportpyramide“ 2022

Die „Goldene Sportpyramide“ geht in diesem Jahr an Eberhard Gienger. Der frühere Turnweltmeister, erfolgreiche Werbemanager, Sportfunktionär und Politiker erhält von der Deutschen Sporthilfe die prestigeträchtige Auszeichnung für sein Lebenswerk.

Eberhard Gienger war in den 1970er-Jahren eine der prägendsten Figuren des Turnsports und des Spitzensports in der alten Bundesrepublik insgesamt. Der von dem Schwaben kreierte Gienger-Salto gehört heute zu den Standardelementen am Reck, an dem er 1974 Weltmeister, 1976 Olympia-Dritter und insgesamt dreimal Europameister wurde.

Nach seiner aktiven Karriere engagierte sich der Hobbyfallschirmspringer in besonderem Maße ehrenamtlich für den Sport, im Deutschen Turner-Bund, als persönliches Mitglied im NOK, als Vizepräsident für Leistungssport im DOSB und Mitglied des Stiftungsvorstands der Deutschen Sporthilfe, die er seit 1999 als Kurator unterstützt (Foto: Deutsche Sporthilfe).

Beruflich hat er sich einen Namen als Werbemanager, aber insbesondere auch als Quereinsteiger in die Politik gemacht: Von 2002 bis Ende 2021 war der  heute 70-Jährige ununterbrochen Mitglied des Deutschen Bundestags und bis zuletzt Fraktionssprecher der CDU/CSU im Sportausschuss.

Die Wahl der „Goldenen Sportpyramide“, die seit 2000 verliehen wird, erfolgt durch die bisherigen Preisträger*innen sowie den Sporthilfe-Stiftungsrat als unabhängige Jury. Zu den Ausgezeichneten gehören unter anderem Steffi Graf, Heiner Brand und Franziska van Almsick sowie die Vorjahres-Preisträger*innen Hans Wilhelm Gäb (2020) und Silvia Neid (2021).

Viele feierliche Ehrungen am 20. Mai in Berlin

Nachdem deren feierliche Ehrungen aufgrund der Corona-Pandemie hatten verschoben werden müssen, werden Gienger, Neid und Gäb am 20. Mai in Berlin in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom gemeinsam geehrt.  Alle Preisträger*innen der „Goldenen Sportpyramide“ sind gleichzeitig Mitglied der „Hall of Fame des deutschen Sports“, die aktuell aus 128 Mitgliedern besteht.

In diesem Jahr wurden außerdem Regina Halmich (Boxen), Heike Henkel (Leichtathletik) und Matthias Steiner (Gewichtheben) in die „Hall of Fame“ gewählt und werden ebenfalls am 20. Mai im Rahmen der Verleihung der „Goldenen Sportpyramide“ geehrt (Foto: Deutsche Sporthilfe).

Dies geschieht gemeinsam mit den 2020 und 2021 gewählten Mitgliedern Verena Bentele (Para-Biathlon und -Skilanglauf), Thomas Lange (Rudern) und Georg Hackl (Rodeln) beziehungsweise Marianne Buggenhagen (Para-Leichtathletik), Uschi Disl (Biathlon) und Hilde Gerg (Ski alpin). Auch deren offiziellen Aufnahme hatten bisher aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden müssen.

Die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe initiierte „Hall of Fame“ soll dazu beitragen, die mehr als 100-jährige Geschichte des deutschen Sports und seiner Persönlichkeiten im Gedächtnis zu bewahren und Diskussionen darüber anzuregen. Träger und vorschlagsberechtigt sind neben der Deutschen Sporthilfe der Deutsche Olympische Sportbund und der Verband Deutscher Sportjournalisten. Weitere Informationen finden Sie hier.

dsh/hof/vds

13.05.2022






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