Doku über Münchener Clubszene
Ausschnitt aus „Geschlossene Gesellschaft“ (Foto: What The Film)

Überleben in Zeiten von Corona

Mit seiner Firma What The Film hat Hans von Brockhausen bereits etliche Projekte realisiert. Sein neuestes heißt „Geschlossene Gesellschaft“. Das VDS-Mitglied widmet sich der corona-geplagten Münchener Clubszene und der Rückkehr zu vollen Tanzflächen.

Die Aussagen in dem 90-minütigen Dokumentarfilm „Geschlossene Gesellschaft“ sind eindringlich und zugleich bedrückend. „Das Ermüdende ist, dass du in eine Zukunft investierst, die du nicht selber planen kannst. Du bist immer abhängig von Dritten beziehungsweise vom Virus“, sagt ein Clubbetreiber aus München.

„Es ist der Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, was hier mal los war. Es war halt Energie in dem Laden, die komplett weg ist“, ergänzt ein anderer. Und eine weibliche Tresenkraft gesteht: „Du bist fürchterlich drauf. Ohne Scheiß.“



Der Clubszene sei während der Corona-Pandemie der Stecker gezogen worden. Das sagt Autor Hans von Brockhausen. „Es ist eine Subkultur, die mit Kontakt- und Ausgangssperre nicht existieren kann.“ Vertreten im Film sind bekannte Clubs wie Backstage, P1, Milla oder Harry Klein.

Gemeinsam mit Kameramann Maximilian Weishaupt hat von Brockhausen den auch per Crowdfunding finanzierten Film umgesetzt. „Geschlossene Gesellschaft“ lief während des DOK.fests München dreimal in ausverkauften Clubs und kann noch bis 22. Mai online (€) angeschaut werden.

Von Brockhausen ist Mitglied im Verein Münchner Sportjournalisten an. Der 36-Jährige, unter anderem für die Sender Sky, DAZN, Eurosport, ZDF und NDR tätig, gehört wie Weishaupt und Matthias Kuhn zur dreiköpfigen Geschäftsführung von What The Film. Das Unternehmen ist in der bayerischen Landeshauptstadt ansässig.

cleg

16.05.2022






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