sportjournalist-Fragebogen „Ich über mich“

2. VDS-Vizepräsident Arno Boes – „Auch Umwege führen ans Ziel“

07.11.2022

Er ist beim VDS 2. Vizepräsident und kommissarischer Geschäftsführer. Zudem stand Arno Boes viele Jahre dem Verein Mittelrheinischer Sportjournalisten vor. In den Medienbereich kam der Wassersportkenner als Quereinsteiger. Wofür er brennt und was er besser beherrschen möchte, erklärt Boes im sj-Fragebogen „Ich über mich“.

 

Arno Boes, Jahrgang 1956, war von 1972 bis 2001 hauptberuflich in der Elektrotechnik tätig, daneben aber über das Vereins- und Verbands-Ehrenamt im Journalismus für die Sportart Rudern unter anderem bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. 2001 bis 2008 als Quereinsteiger Chefredakteur der Ruder-Fachzeitschrift, seit 2009 freier Journalist unter anderem für Print, Eurosport und als Fachbuchautor. Boes war von 2011 bis 2021 Vorsitzender des Vereins Mittelrheinischer Sportjournalisten. Dem Präsidium des Verbandes Deutscher Sportjournalisten gehört er seit 2019 an, erst als Beisitzer und seit Oktober 2021 als 2. VDS-Vizepräsident. Am 1. August 2022 übernahm er kommissarisch die Geschäftsführung.

sportjournalist: Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Arno Boes: Ich war da nie auf eine Richtung festgelegt.

sportjournalist: Ihre Lieblingsfächer in der Schule?

Boes: Sport, Musik und Physik.

sportjournalist: Ihre erste journalistische Aufgabe?

Boes: 1972 ein Beitrag über meinen Vereins-Achter in der deutschen Ruder-Fachzeitschrift (Foto: GES-Sportfoto/Edith Geuppert/augenklick).

sportjournalist: Welchen Beruf üben Vater und Mutter aus?

Boes: Stuckateur-Meister/Bankangestellte.

sportjournalist: Gibt es für Sie in der Sportberichterstattung ein Leitmedium?

Boes: Nein.

sportjournalist: Wo beziehungsweise von wem haben Sie für den Beruf am meisten gelernt?

Boes: Von erfahrenen Kollegen wie unter anderem Rolf Ziel (Rudersport), Claus Wolff (dpa) und Jochen Sprentzel sowie Günter Maletzko (beide ARD), die mich immer wieder in ihre Arbeit eingebunden haben. Learning by doing war da eine gute Schule.

sportjournalist: Worüber berichten Sie besonders gern?

Boes: Große Wassersportereignisse.

sportjournalist: Ihre größte sportliche Leistung?

Boes: 14-mal beim Langstrecken-Ruderrennen „Head of the River Race” in London mit meinem Vereins-Achter teilgenommen zu haben.

sportjournalist: Welche Begabung hätten Sie gern?

Boes: Besser Gitarre spielen zu können.

sportjournalist: Ihre persönliche Stärke/Schwäche?

Boes: Akribische Ungeduld – steht für beides. Führt (manchmal) zu brauchbaren Ergebnissen, kann aber andere auch tierisch nerven (Foto: GES-Sportfoto/augenklick).

sportjournalist: Haben Sie ein Hobby?

Boes: Musik.

sportjournalist: Was wäre für Sie ein Traumjob?

Boes: Den habe ich im zweiten Berufsleben seit 2001 verwirklicht.

sportjournalist: Was (oder wer) motiviert Sie?

Boes: Eine anspruchsvolle Aufgabe nach meinen Vorstellungen angehen zu können.

sportjournalist: Haben Sie ein Lieblingslaster?

Boes: Eine gute Zigarre oder ebensolcher Tabak in der Pfeife als Inspiration beim Schreiben (Foto: sampics Photographie/augenklick).

sportjournalist: Auf was wollten Sie nie verzichten?

Boes: Auf meine Familie.

sportjournalist: Haben Sie einmal eine Entscheidung bereut?

Boes: Einmal?

sportjournalist: Wem sind Sie ewig dankbar?

Boes: Meiner Frau für ihre Geduld mit mir auch nach über 40 Jahren.

sportjournalist: Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Boes: Ein größeres Projekt bis Mittag abschließen und dann den Rest des Tages mit der Familie chillen.

sportjournalist: Woran glauben Sie?

Boes: Dass es doch noch das Gute im Menschen gibt.

sportjournalist: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Boes: Die eine oder andere Reise.

sportjournalist: Welche Überschrift würden Sie Ihrem Leben geben?

Boes: Auch Umwege führen ans Ziel.