Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist Gesamtförderer der VDS-Berufswettbewerbe.
GROSSER VDS-PREIS
(Kategorie: „Reportage“)
1. Preis (2000 Euro)
Claudio Catuogno (Verein Münchner Sportjournalisten) mit Johannes Aumüller und Thomas Kistner.jpg)
„Fifa – Der große Deal“ (erschienen am 15. November 2022 / Süddeutsche Zeitung) (€)
Begründung der Jury: „Am Anfang steht eine Reise nach New York. Damit beginnt zwar nicht der große Fifa-Skandal, aber Gianni Infantino stellt bei diesem 48-Stunden-Trip an die US-amerikanische Ostküste die Weichen für seine Unantastbarkeit in einem Amt, das er im Oktober 2015 noch gar nicht innehat: das des FIFA-Präsidenten. Die herausragend recherchierte Geschichte beleuchtet den Masterplan Infantinos und die unwürdige Rolle, die die vermeintlich unabhängige Justiz und einige Länder darin spielen. „Der große Deal“ liest sich wie ein Krimi, der einen nicht mehr loslässt, ordnet komplexe Zusammenhänge präzise zu und ist mit locker-leichter Feder geschrieben. Eine überragende Leistung in jeder Hinsicht.“ (Catuogno-Foto: Edith Geuppert)
2. Preis (1500 Euro)
Anne Armbrecht (Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg)
„Israelischer Geher Shaul Ladany – Der Leichtathlet, der in Deutschland zweimal dem Tod entkam“ (erschienen am 5. Sept. 2022 / SPIEGEL) (€)
3. Preis (1000 Euro)
Christopher Meltzer (Verein Münchner Sportjournalisten)
„Gastarbeiter bei Fußball-WM – Schattenspiele in Qatar“ (erschienen am 11. Dezember 2022 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) (€)
Jury: Elisabeth Schlammerl (1. VDS-Vizepräsidentin, Vorsitzende der Jury), Christian Eichler (ehemals Frankfurter Allgemeine Zeitung), Thomas Häberlein (Sport-Informationsdienst) , Dr. Robert Peters (ehemals Rheinische Post), Torsten Rumpf (Sport Bild), Gerhard Waldherr (freier Journalist), Thomas Weiß (Allgäuer Zeitung)
VDS-NACHWUCHSPREIS
(Thema: „Deutschland in Bewegung bringen“)
Förderer: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
1. Preis (2000 Euro)
Maximilian Bronner (Verein Hamburger Sportjournalisten)
„Ich muss dreimal pro Woche an die Steckdose“ (erschienen am 19. August 2022 / Hamburger Abendblatt) (€) .jpg)
Begründung der Jury: Maximilian Bronner schildert in seinem Beitrag „Ich muss dreimal pro Woche an die Steckdose“ in beeindruckender und journalistisch hervorragender Art und Weise, welche Bedeutung und welchen Antrieb Sport im Leben eines Menschen darstellen kann. Eines Menschen, dessen Leben durch eine seltene Krankheit von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wird und der sich zu einer riskanten Operation entschließt, um wieder am Leben, wie er es kannte, teilnehmen zu können. Ein langer, steiniger Weg, auf dem ihm auch der Sport motiviert hat, durchzuhalten. „Hoffnung gab ihm bei all den Rückschlägen vor allem das Radfahren, dass er auch als Kind schon liebte“, schreibt Bronner. (Bronner-Foto: Edith Geuppert)
2. Preis (1500 Euro)
Lukas Brems
„Streak-Running – 4.689 Tage, 4.690 Tage, 4.691 Tage, 4.692 Tage, 4.693 Tage …“ (erschienen am 6. November 2022 / ZEIT ONLINE) (€)
3. Preis (1000 Euro)
Christian von Stülpnagel
„Energiekrise – Wie Vereine jetzt sparen sollen“ (gesendet am 17. September 2022 / Deutschlandfunk)
Jury: Eva Werthmann (DOSB, Vorsitzende der Jury), Mareike Miller (DOSB-Athletenkommission, Athleten Deutschland), Thomas Horky (Hochschule Macromedia Hamburg), Anno Hecker (FAZ), Arno Boes (VDS)
HERBERT-ZIMMERMANN-PREIS
(Bereich Hörfunk / Kategorie: „Live-Reportage“)
Förderer: URSAPHARM Arzneimittel GmbH
1. Preis (1250 Euro)
Tobias Blanck (Sportjournalisten-Verein Mecklenburg-Vorpommern)
„Aufstieg der Rostock Seawolves“ (gesendet am 12. Mai 2022 / NDR 1 und Radio MV)
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Begründung der Jury: Wie lange können 23 Sekunden beim Basketball sein wenn es 74:74 steht und es nach Verlängerung riecht? Und wie lange können vier Sekunden sein, wenn man 74:76 zurückliegt und dann doch noch 77:76 gewinnt? In der Reportage von Tobias Blanck sind es knapp 4:30 Minuten - und keine einzige Sekunde ist langweilig. Tobias bringt die gesamte Dramatik dieser letzten 23 sec. auf den Punkt. Emotional, informativ und objektiv. Er spannt den Bogen gekonnt vom Unentschieden 23 Sekunden vor Schluss über die Auszeit bis zum entscheidenden Wurf vier Sekunden vor Schluss durch den Dreier von Tyler Nelson. Tobias Blanck schafft es genau die Bilder im Kopf zu erzeugen, die notwendig sind um die Dramatik und die Bedeutung dieser 23 Sekunden zu schildern. (Blanck-Foto: Edith Geuppert)
2. Preis (1000 Euro)
Holger Gerska (Verein Hamburger Sportjournalisten)
„Finalreportage Keirin-Frauen bei der Bahnrad-WM in Paris“ (gesendet am 16. August 2022 / ARD-Hörfunkwellen)
HERBERT-ZIMMERMANN-PREIS
(Bereich Hörfunk / Kategorie: „Gebaute Beiträge, Feature, Podcast und Kommentar“)
Förderer: URSAPHARM Arzneimittel GmbH
1. Preis (1250 Euro)
Moritz Cassalette (Verein Bremer Sportjournalisten) und Martin Seidemann (Verein Hamburger Sportjournalisten)
„Jan Ullrich – Held auf Zeit“ (gesendet am 26. Juni 2022 / ARD-Hörfunkwellen und Sportschau.de)
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Begründung der Jury: „Der Junge fährt wie vom anderen Stern“ - diese Aussage von TV-Reporter Jürgen Emig über Jan Ullrich bei dessen Tour de France-Sieg ist Anfang und Roter Faden beim Podcast von Moritz Cassalette und Martin Seidemann. Es ist die Geschichte einer Achterbahnfahrt vom außergewöhnlichen Talent eines blutjungen Radrennfahrers über die ersten Titel bis hin zum Tour Sieg 1997 und dem dann beginnenden sportlichen und privaten Absturz. Es kommen Zeitzeugen zu Wort und auch der große Rivale Lance Armstrong erzählt. wie er Ende 2021 in einer mexikanischen Klinik am Bett von Ullrich sitzt. Die Achterbahnfahrt im Leben des Jan Ullrich erlebt man in diesem Podcast mit als würde man neben ihm sitzen. Große Emotionen und Gefühle. Ein sehr außergewöhnlicher Podcast unter vielen, vielen guten eingereichten Beiträgen. (Foto Cassalette, links, und Seidemann: Edith Geuppert)
2. Preis (1000 Euro)
Burkhard Hupe (Verband Westdeutscher Sportjournalisten)
„Die Last des großen Glücks“ (gesendet am 23. November 2022 / ARD-Hörfunkwellen)
Jury: Thomas Wollscheid (SR-Redakteur und Vorsitzender der Jury), Bianca Kappler (mehrfache deutsche Meisterin im Weitsprung), Boris Röder (Marketingchef der Fa. Ursapharm und Sponsor des Preises), Adrian Schmitz (ein blinder Radiohörer), Steffen Gaa (Redakteur in der Sportredaktion des Saarländischen Rundfunks)
VDS-FERNSEHPREIS
Förderer: Reservix GmbH
1. Preis (2000 Euro)
Ron Ulrich (Verein Frankfurter Sportpresse)
„Sonny – eine Geschichte über den Holocaust, Frankfurt und Eintracht“ (gesendet HR / abrufbar auch bei YouTube)
Begründung der Jury: Nachdenklich, unterhaltsam, mahnend – das ist die Geschichte von Helmut „Sonny“ Sonneberg. Autor Ron Ulrich hat dem Holocaust-Überlebenden und seinem bewegten Leben ein filmisches Denkmal gesetzt. Nah dran – ohne aufdringlich zu werden. Sonny erzählt mit Leidenschaft von seinem Leben als Fan von Eintracht Frankfurt und gleichzeitig so eindringlich vom Holocaust, dass man die Luft anhält. Die Jury ist froh, dass Ron Ulrich einen der immer weniger werdenden Zeitzeugen gefunden hat. Sonny starb im Februar 2023 im Alter von 91 Jahren. (Ulrich-Foto: Edith Geuppert)
2. Preis (1500 Euro)
Hendrik Maaßen (Verein Hamburger Sportjournalisten)„Schmutzige Spiele – Wie das IOC Zwangsarbeit in China unterstützt“ (gesendet NDR)
3. Preis (1000 Euro)
Ina Kast (Verein Hamburger Sportjournalisten)
„Der Zyklus-Faktor – Tabu und unterschätztes Potenzial“ (gesendet NDR)
Jury: Timon Saatmann (Vorsitzender der Jury), Erich Laaser (VDS-Ehrenpräsident), Sebastian Conrad (reservix), Max Jung (Hertha BSC), Christian Beilfuß (WeltN24), Herdin Wipper (DW), Mario Kottkamp (VDS-Preisträger 2020), Alexander Kobs (VDS-Preisträger 2021)
GROSSER ONLINE-PREIS
Förderer: Commerzbank AG
1. Preis (2000 Euro)
Anna Dreher (Verein Münchner Sp.) und Hendrik Maaßen (Verein Hamburger Sp.) mit Nina Bovensiepen und Elena Kuch
„Missbrauch im Sport – Das Grauen hinter der Kabinentür“ (erschienen am 27. Sept. 2022 / Süddeutsche Zeitung) (€)
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Begründung der Jury: Der Beitrag von Anna Dreher und ihrem Team hat die Jury thematisch, inhaltlich und von der Form her überzeigt. Denn der Missbrauch im Sport hinter verschlossenen Türen ist ein gesellschaftlich wichtiges und relevantes Thema ist, in dem die Aufklärungsarbeit offenbar erst am Anfang steht. Dies haben mehrere aktuelle Enthüllungen gezeigt. Zudem bilden Inhalt und Form ein stimmiges Gesamtpaket. Der gut geschriebene Text wird hervorragend ergänzt durch die düsteren Illustrationen, die den Schrecken der Opfer erahnen lassen. Auch der Verzicht auf weitere multimediale Elemente ist in diesem Fall ausausnahmsweise eher positiv, weil so der Fokus des Users auf das Wesentliche gerichtet bleibt und der Eindruck nicht durch Ad-Ons geschmälert wird. (links Maaßen-Foto: privat, rechts Dreher-Foto: SZ)
2. Preis (1500 Euro)
Nino Duit (Verein Münchner Sportjournalisten)
„Kaffee- und Kuchen-Meister“ (erschienen am 9. Juni 2022 / SPOX)
3. Preis (1000 Euro)
Pirmin Clossé (Verein Frankfurter Sportpresse) mit Daniel Blum
„Rückhand wie Roger, Vorhand wie Rafa“ (erschienen am 29. Januar 2022 / FAZ)
Jury: Martin Volkmar (VDS-Beisitzer, Vorsitzender der Jury), Andreas Framke (Leiter Kommunikation Commerzbank), Alexander Wagner (Chefredakteur kicker), Professor Thomas Horky (Macromedia Hochschule), Clemens Gerlach (freier Journalist), Ute Maag (freie Journalistin)
Hier finden Sie eine Übersicht der Siegerbilder der 2022er-Auflage des Wettbewerbes „Sportfoto des Jahres“ von kicker und Verband Deutscher Sportjournalisten. Die Preisträger*innen waren bereits Ende Januar bekannt gegeben worden.