Im Vorfeld der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises hat die Jury Einreichungen der Programmsaison 2025/2026 gesichtet und nun die Nominierungen für 27 der insgesamt 29 Kategorien des Awards festgelegt. Berücksichtigt wurden dabei Programme aus den Bereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport, die im Zeitraum 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 in Deutschland zu sehen waren. Dabei geht es um Produktionen sowie journalistische und künstlerische Einzelleistungen.
In der Kategorie „Beste Sportsendung“ kommt es zu einem Fünfkampf um den Sieg. Nominiert sind: RTL/RTL News („Finale der Basketball-Europameisterschaft 2025“), Eurosport („Männer-Finale der French Open 2026“), ARD/ZDF („Handball-EM 2026“), ARD („Tour de France 2025“) und MagentaTV/ThinXpool („Berichterstattung Fußball-Weltmeisterschaft 2026“). Vergangenes Jahr konnte sich MagentaTV/Telekom Deutschland mit „PENNY DEL“ über die Auszeichnung freuen (Screenshot: DFP/VDS).
Zwei Produktionen aus dem Sport haben beim diesjährigen Wettbewerb Siegchancen in der Kategorie „Beste Doku-Serie“. Dies sind: „Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden“ (ZDF/Flare Film) und „WM 1994 – Elf Helden, ein Albtraum“ (ARD/NDR/BR/WDR/Broadview TV). Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2026 findet an zwei Abenden in Köln statt. Am Dienstag, dem 8. September, gibt es in der Flora die „Nacht der Kreativen“. Tags darauf folgt die TV-Gala im Confex-Center, die RTL ab 20.15 Uhr live überträgt. Hier finden Sie die Übersicht aller Nominierungen.
„Das aktuelle Fernsehen hat die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit im Blick. Man merkt, dass die Spannungen im Land zunehmen und dass die Sender die veränderte Grundstimmung abbilden. Das gilt vor allem in der Fiktion und in der Information“, sagt der Journalist und Produzent Stephan Lamby in seiner Eigenschaft als Juryvorsitzender. „In der Information und im Sport beobachteten wir spannende Innovationen, die Bedeutung von Sport hat in diesem Fernsehjahr enorm zugenommen.“
Juryvorsitzender Stephan Lamby über Doku-Boom: „Ausdruck des wachsenden Zuschauerinteresses an journalistischen Formaten“
„Themen, die es noch vor wenigen Jahren nicht ins Fernsehen geschafft hätten, werden nun in großer Ausführlichkeit als Doku-Serie behandelt. Auch Erzählformen werden weiterentwickelt“, fügt Lamby hinzu. „Ich werte das als Ausdruck einer neuen Entwicklungsphase der Doku-Branche, auch als Ausdruck des wachsenden Zuschauerinteresses an journalistischen Formaten.“ Dies hatte sich auch Ende März beim 6. Deutschen SportFilmFest des VDS gezeigt. 20 Produktionen bildeten in Oberhausen die gesamte Bandbreite des Doku-Genres ab, es gab einen Besucherrekord.
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen vergeben. Seit 2020 ist MagentaTV (Deutsche Telekom) als Stifter an Bord. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video sind seit 2023 Partner des Deutschen Fernsehpreises. Der Wettbewerb wird getragen und veranstaltet von der DEUTSCHEN FERNSEHPREIS GmbH. Ein Beirat mit Vertreter:innen der Sender unter dem Vorsitz des jeweils federführenden Senders (2026: RTL) begleitet die jährliche Umsetzung des Preises.
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