Die 17 deutschen Medaillen bei den Paralympics Mailand Cortina 2026 (zweimal Gold, sechsmal Silber und neunmal Bronze) wurden von zwölf Sporthilfe-geförderten Athletinnen und Athleten (inklusive Guides) gewonnen. Insgesamt wird die Stiftung – vorbehaltlich der finalen Entscheidung ihres Gutachterausschusses – 210.000 Euro Medaillenprämien ausschütten. Auch für die Medaillengewinner:innen der Olympischen Winterspiele hatte es Zahlungen von der Sporthilfe gegeben.
Im Vergleich zu den Winter-Paralympics 2022 in Peking mit 160.000 Euro ist die Gesamtsumme deutlich gestiegen. Die Sporthilfe-Medaillenprämien für die Plätze eins und zwei wurden erhöht: 30.000 Euro für Gold anstelle bisher 20.000 Euro, für Silber 20.000 Euro anstelle bisher 15.000 Euro. Für Bronze gibt es weiterhin 10.000 Euro. Erstmals sind die von Sporthilfe ausgezahlten Medaillenprämien steuerfrei. Diese werden – im Unterschied zu Ländern, in denen sie häufig der Staat finanziert – privat und ohne öffentliche Mittel erwirtschaftet.
„Die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten verdienen großen Respekt. Dass deutsche Starterinnen und Starter in nahezu allen Sportarten vertreten waren, zeigt die gute Breite des Para-Sports in Deutschland“, sagt Karin Orgeldinger, im Vorstand der Sporthilfe zuständig für die Athletenförderung. „Gleichzeitig macht das Abschneiden deutlich, dass im internationalen Vergleich noch Potenziale gehoben werden können.“ Das deutsche Team hatte – je nach Bewertung (Gesamtzahl oder Siege) – den vierten beziehungsweise elften Platz im Medaillenspiegel erreicht.
vds/dsh