43. Deutscher SportpresseBall

Hartmut Scherzer erhält PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“

08.11.2025

Der PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“ geht dieses Jahr an Hartmut Scherzer. Der renommierte Journalist und Autor wird beim 43. Deutschen SportpresseBall in der Alten Oper Frankfurt ausgezeichnet. Veranstalter sind VDS, VFS und metropress presseagentur.

 

Die Auszeichnung würdigt Hartmut Scherzers herausragenden Leistungen und dessen Einfluss auf die deutschsprachige Sportberichterstattung. Seit 1964 hat der 87-Jährige aus Heusenstamm von 21 Olympischen Spielen, 16 Fußball-Weltmeisterschaften und 33 Tour-de-France-Rundfahrten berichtet. Rekorde für die Ewigkeit einer Legende, die scheinbar mühelos zwischen den Kontinenten hin- und herfliegt – immer auf der Suche nach der besonderen Geschichte. Scherzer war stets vor Ort. Ein Reporter aus Leidenschaft. Ein Journalist der alten Schule mit Block und Schreiber.

Im Frankfurter Stadion ist der einstige Reporter von United Press International und langjährige Sportchef der Frankfurter Zeitung Abendpost/Nachtausgabe seit Jahrzehnten regelmäßig bei den Eintracht-Spielen dabei. Die Größten des Sports, die Lichtgestalten – Scherzer war jahrzehntelang ganz nah dran. Sein Verhältnis zu Muhammad Ali – einzigartig. Seine Verbindung zu Franz Beckenbauer – ganz besonders (Foto Organisationschef Jörg Müller, l., und Musik-Stargast Gianna Nannini / metropress).

Dass der Buchautor (unter anderem „Die ersten schwarzen Champions“, „Weltsport“ und „Kämpfer für die Freiheit“) nun den PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“ erhält, ist überfällig. Der Verband Deutscher Sportjournalisten und der Verein Frankfurter Sportpresse, die gemeinsam mit der metropress presseagentur den Deutschen SportpresseBall veranstalten, haben mit ihrer Wahl ins Schwarze getroffen – nach lauter Kolleginnen und Kollegen aus den elektronischen Medien der erste Printjournalist als Sportmedienpreisträger.

Alle Ehrentitel beim Deutschen SportpresseBall wurden 2014 unter der Dachmarke „PEGASOS-Preis“ zusammengeführt und haben sich seitdem im deutschen Sport als begehrte Auszeichnung etabliert. „Legende des Sports“ ist dieses Jahr Rudi Völler, „Sportlerin mit Herz“ Kristina Vogel (Foto unten v.l.n.r.: VDS-Präsident André Keil, Ball-Moderator Florian König und VFS-Vorsitzende Martina Knief / metropress).

Der Sportmedienpreis wird seit 2016 für herausragende Sportberichterstattung von Verband Deutscher Sportjournalisten und Verein Frankfurter Sportpresse vergeben. ARD-Kommentator Tom Bartels war erster Preisträger, es folgten Reuters-Fotograf Kai Pfaffenbach, HR-Redakteur Daniel Weiss und Moderator Gerhard Delling.

2020 musste der Ball wegen der Corona-Pandemie aussetzen. 2021 ging der Sportmedienpreis an Pferdesportkenner Carsten Sostmeier und 2022 an den ARD-Reporter Jens Jörg Rieck. 2023 wurde Sabine Töpperwien ausgezeichnet. Sie war 1989 die erste Journalistin, die eine Live-Übertragung eines Fußballspiels im Fernsehen kommentierte, und wurde damit zu einem echten Vorbild für etliche Reporterinnen. Im vergangenen Jahr erhielt Marcel Reif die Auszeichnung. „Diese würdigt dessen herausragende Leistungen und seinen prägenden Einfluss auf die deutschsprachige Sportberichterstattung“, hieß es 2024 in der Laudatio auf den früheren ZDF-, RTL- und Sky-Kommentator.

vds/vfs/mp